#Heimaturlaub – Mit dem Deutschland-Pass durch den Sommer

Der Deutschland-Pass ist wohl das beste, was die Deutsche Bahn für Jugendliche während der Sommermonate zu bieten hat. Er ermöglicht es einen Monat lang quer durch Deutschland zu fahren und so viel Züge zu benutzen, wie man möchte. Ich selbst bin auf den Pass durch eine Freundin gekommen, die mich 2013 im Rahmen ihrer Deutschlandreise besuchte. Mir hat die Idee so gut gefallen, anstatt immer meilenweit zu fliegen auch mal die schönen Seiten Deutschlands kennenzulernen und so machte ich mich dann im Sommer 2014 auf.

Bezahlt habe ich für den Pass etwa 150 Euro. In den vier Wochen besuchte ich 16 verschiedene Städte (manche sogar mehrfach), sodass der Gesamtwert meiner gefahrenen Zugstrecken etwa 1600 Euro betrug. Wenn man also gut plant, kann man wirklich viele Ecken von Deutschland sehen, wo man vielleicht sonst nicht so oft hinkommt. (Ich verweise direkt mal auf die Bahnseite: Deutschland-Pass)

Übernachtet hab ich meist bei Freunden, Bekannten usw. Jeder der mir einen Platz angeboten hat 😀 Und wenn ich irgendwohin wollte, wo ich niemanden kannte, musste auch mal ein Hostel herhalten. Schließlich hatte ich mir für den Sommer vorgenommen, alles zu sehen, was ich schon immer mal sehen wollte. Ich werde nur die interessantesten Orte rauspicken, da ich euch sonst seitenweise volltexten würde.. Auch so Dinge, wie bekannte Sehenswürdigkeiten werde ich  übergehen, die kann man sowieso überall nachlesen, da brauch ich mich nicht auch noch einzureihen. Außerdem war ich oft nur einen einzigen Tag in der Stadt, sonst hätte ich das gar nicht geschafft.

Woche 1 (3. -10. August 2014)

Koblenz – Uelzen – Neumünster – Hamburg – Hannover – München – Dortmund

Vollgepackt mit einem riesigen Rucksack und einem kleineren Tagesrucksack ging es sonntagsmorgen in aller Frühe los von Koblenz aus in Richtung Uelzen. Ich hatte für die vier Wochen nur einen Stopp nach Hause eingeplant, deswegen mussten sämtliche Kleidungsstücke für drei Wochen in meinen Reiserucksack. Aber praktisch ist ein Rucksack allemal, vor allem wenn er in überfüllten Regionalbahnen als perfekter Sitz dient.

Direkt zu Beginn der Reise gelangte ich an den meiner Meinung nach zu dem schönsten Bahnhof aller besuchten Städte: Der Hundertwasserbahnhof in Uelzen. Leider hab ich davon kein gutes Foto, daher musste ich mir eins ausleihen. Das Bild leitet direkt zur Quelle weiter 🙂

Kommen wir von Uelzen direkt zu München. Da stand natürlich erstmal das Standardprogramm auf dem Plan (inklusive einer Wanderung durch den Olympiapark, der ist echt größer als ich dachte….. :D) Aber was mir mit am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist der „Katzentempel“, wo jeder mal vorbeischauen sollte, der Katzen gerne hat. Denn neben den Besuchern bewohnen auch einige Katzen das süße Cafe.  Was gibt es schöneres, als sich auf einem bequemen Kissen niederzulassen, eine Tasse Kakao zu trinken und nebenbei eine Katze zu kraulen? Wer Lust hat, da auch mal vorbeizuschauen, kann gerne mal auf der Homepage vorbeischauen: http://www.cafe-katzentempel.de

Ich hab die angenehme Atmosphäre sehr genossen und kann das Cafe nur empfehlen, allerdings ist eine Katzenhaarallergie  etwas ungünstig 😀

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Woche 2 (11. – 18. August)

Saarlouis/ Saarbrücken – Dortmund – Ahlen – Nähe Vaihingen – Stuttgart – Mannheim

Wundert euch bitte nicht über die häufigen Besuche in Dortmund, liegt am Fußball. Ich hab die Bahn voll ausgenutzt und mehrere BVB-Spiele im Stadion geschaut 😀

Von Ahlen aus, ging es an dem einen Abend auch auf einen Abstecher nach Beckum. Dort haben wir eine Show von zwei Fassadentänzern sehen dürfen. Das Bild ist leider nicht ganz scharf, da die Tänzer sich viel bewegt haben, aber man hat doch eine genauere Vorstellung davon. Es sieht auf jeden Fall fantastisch aus,wenn die Personen vertikal durch die Luft schweben und auf der Hausfassade zu tanzen scheinen.

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Der Stuttgarter Bahnhof war mein persönlicher Hass-Bahnhof der gesamten Zeit. Durch die Stuttgart21 Baustelle muss man teilweise meilenweit laufen, bis man irgendwie ankommt. Vor allem, wenn man vorne in die Empfangshalle möchte, weil man was zu trinken braucht oder eine Auskunft vom Reisezentrum. Man sollte auf jeden Fall gut zu Fuß unterwegs sein.

Woche 3 (19. – 25. August)

Berlin – Potsdam – Dortmund – Koblenz – Düsseldorf

Was gibt es schöneres als eine Stadt am Abend/ nachts? Egal, wo ich war, wenn ich die Möglichkeit hatte, abends ein Foto zu machen, wurde das natürlich sofort umgesetzt. Das Foto ist von einer Bar aus entstanden, die quasi das oberste Stockwerk eines Parkhauses ersetzt hat 😀 (Und sie war so richtig als Strandbar ausgelegt mit einer Art :D)

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Wer in Berlin ist und noch dazu eine Naschkatze, sollte auf jeden Fall mal einen Schokodöner probieren. In eine Art Pfannkuchen kommt Schokolade vom Spieß, beliebige Früchte und Soßen und das Ganze schmeckt fantastisch *___*

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Woche 4

Augsburg – Neuschwanstein – Oldenburg – Heidelberg – Koblenz

Augsburg war die Stadt, die mich im positiven Sinne am meisten überrascht hat. Ich hatte genau die Zeit erwischt, als dort „Plärrer“ war, was ein bisschen die Augsburger Variante vom Oktoberfest ist. (Welches ich zwar noch nie besucht aber, es mir aber so ähnlich – nur noch größer –  vorstelle. Neben dem Plärrer stand auch wieder ein Fußballspiel auf dem Programm. Und das Augsburger Stadion ist wirklich interessant, sieht von außen zwar aus wie ein Gefängnis, aber innen drin ist es mit das steilste Stadion Deutschlands.

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Insgesamt war es wirklich ein toller Monat, weil ich einfach so viel gemacht habe, wo man sonst einfach nicht zu kommt. Meine persönlichen Higlights waren Augsburg, Hannover, München, Potsdam und Berlin. Aber von den Städten abgesehen, war auch das Bahnfahren immer wieder aufs neue interessant, weil man so viele Leute getroffen hat.

Und zum Thema Verspätung. Obwohl ich fast jeden zweiten Tag Bahn gefahren bin, hatte ich ingesamt nur an zwei Tagen wirklich Probleme mit Verspätungen und verpassten Anschlusszügen und an zwei weiteren wirklich größere Verspätungen, ansonsten hat alles immer wunderbar geklappt. Um die Deutsche Bahn auch mal in Schutz zu nehmen 😉

Der nächste Plan Interrail wurde damit also schon mal im Kleinformat ausprobiert, Europa kann kommen 🙂

Liebe Grüße

Lu

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